Im zürcherischen Furttal starten die ersten autonomen Fahrzeuge in den Testbetrieb. Bund, Kantone und SBB sehen darin eine Chance für effizientere Wege und bessere Anbindung im regionalen Verkehr. Ab 2026 steht der neue Mobilitätsservice der Bevölkerung zur Nutzung zur Verfügung.
Im Furttal, zwischen den Kantonen Zürich und Aargau, beginnt ein neues Kapitel der Mobilität in der Schweiz. Der Bund hat grünes Licht für selbstfahrende Autos gegeben, die seit Donnerstag im regulären Verkehr von Otelfingen unterwegs sind. Zwar sitzt vorerst noch ein Sicherheitsfahrer am Steuer, doch die autonomen Fahrzeuge sollen schon bald selbstständig fahren und die lokale Mobilität stärken.
Zukunftstechnologie im Furttal
Für die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh ist der Start der Testfahrten ein besonderer Moment, denn im Furttal werde sichtbar, wie Zukunftstechnologien konkret Nutzen stiften können. Auch der Aargauer Regierungsrat Stephan Attiger betonte, dass gerade ländliche Regionen von solchen Angeboten profitieren könnten.
Verknüpfung von Mobilitätsträgern im Miteinander
Technologisch zeigt das Projekt bereits jetzt hohe Präzision. Wie Matthias Rödter vom Swiss Transit Lab erklärte, erkennen die Fahrzeuge selbst kleine Hindernisse wie Bälle zuverlässig. Nicolas Germanier, Leiter Regionalverkehr der SBB, sieht in autonomen On Demand Fahrzeugen einen wichtigen Baustein für einen flexibleren öffentlichen Verkehr, etwa als Zubringer zur Bahn. Entscheidend sei, Verkehrsformen nicht gegeneinander auszuspielen, sondern sinnvoll zu kombinieren.
460 Haltepunkte ab 2026 nutzbar
In den kommenden Wochen finden Trainingsfahrten statt, bevor die Testphase ohne Sicherheitsfahrer folgt. Ab 2026 soll die Bevölkerung die Fahrzeuge nutzen können. Drei Autos stehen dann über eine App zur Buchung bereit und bedienen rund 460 Haltepunkte zwischen Regensdorf und Killwangen. Die Pilotregion umfasst etwa 110 Kilometer. Perspektivisch soll die Flotte um autonome Kleinbusse erweitert werden.
Gemeinsame Projektfinanzierung
Finanziert wird das auf fünf Jahre ausgelegte Projekt durch die Kantone Zürich und Aargau sowie die SBB. Zürich investiert 3.8 Millionen Franken, der Aargau ab 2026 1.9 Millionen und die SBB jährlich 1 Million Franken. Ziel ist es, Erfahrungen zu sammeln, die Mobilität regional zu verbessern und Erkenntnisse für den schweizweiten Einsatz autonomer Angebote zu gewinnen.

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