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Verkehrspolitik

Schweiz und Indien vertiefen Zusammenarbeit im Mobilitätssektor

Schweiz und Indien unterzeichnen ein Memorandum of Understanding über Mobilitätssysteme.

Die Schweiz und Indien haben ein neues Kapitel in ihrer wirtschaftlichen Zusammenarbeit aufgeschlagen. In Anwesenheit von Minister Nitin Gadkari, der Schweizer Botschafterin Maya Tissafi und Martin Saladin, Leiter der Direktion für Standortförderung des Staatssekretariats für Wirtschaft, wurde in Bern der Text eines Memorandum of Understanding über Mobilitätssysteme paraphiert. Anwesend war auch eine Delegation von mehr als zwanzig Schweizer Mobilitätsunternehmen.

Zugang zu Grossprojekten im indischen Verkehrsmarkt

Das Abkommen, das der Bundesrat am 8. Oktober genehmigt hatte, soll Schweizer Unternehmen den Eintritt in den stark wachsenden indischen Transportmarkt erleichtern. Damit eröffnet sich ein breites Feld für die Beteiligung an Grossprojekten im Bereich Verkehr und Infrastruktur.

Fokus auf nachhaltige Mobilität

Ziel des Memorandum of Understanding ist es, die Zusammenarbeit bei der Entwicklung nachhaltiger Infrastrukturen zu fördern und zu stärken. Im Zentrum stehen zukunftsweisende Mobilitätssysteme. Zu den Schwerpunkten gehören Elektromobilität, Seilbahntechnologie, Tunnelbau sowie Aspekte der Kreislaufwirtschaft.

Zusammenarbeit von Wirtschaft, Forschung und Verwaltung

Das Abkommen setzt auf eine enge Einbindung verschiedener Akteure aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung. Geplant sind öffentlich private Partnerschaften, die Einbindung von Generalunternehmern bei der Umsetzung grosser Infrastrukturvorhaben sowie ein aktiver Austausch von Wissen und Erfahrung. Zur institutionellen Verankerung wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet, die zweimal pro Jahr tagt und als Plattform für die strategische Weiterentwicklung dient.

Strategische Partnerschaft mit wachsender Bedeutung

Indien ist ein bedeutender Wirtschaftspartner der Schweiz. Das bilaterale Handelsvolumen betrug 2023 rund 17,7 Milliarden Franken. Mit dem 2024 unterzeichneten Freihandelsabkommen zwischen Indien und der Europäischen Freihandelsassoziation entstehen zusätzliche Chancen, insbesondere im Mobilitätssektor. Schweizer Branchenverbände wie Swissrail, Swissmem und suisse.ing haben bereits Interesse an einer intensiveren Zusammenarbeit bekundet.

Keine rechtliche Verpflichtung

Das Memorandum of Understanding ist rechtlich nicht bindend und verpflichtet keine der beiden Seiten zu finanziellen Beiträgen. Es schafft jedoch einen klaren Rahmen, um neue Partnerschaften zu fördern und innovative Mobilitätslösungen gemeinsam voranzutreiben.

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